Entwicklungsstand der Tourismusindustrie in den neuen EU-Ländern Der Tourismus ist insbesondere für die neuen osteuropäischen EU-Länder von entscheidender ökonomischer, beschäftigungspolitischer, bildungspolitischer, ökologischer, sozialer sowie kultureller Bedeutung und beschleunigt die politische, ökonomische und kulturelle Integration Europas. Bei einer Untersuchung hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors (Ringbeck, Jürgen/Gross, Stephan: Wettbewerbsfähigkeit der Reise- und Touristikindustrie in der Europäischen Union, Booz Allen Hamilton Inc. 2007) zeigte sich jedoch, dass die meisten der am Projekt beteiligten Partnerländer betreffs der Wettbewerbsfähigkeit nicht im europäischen Vorderfeld liegen, sondern erst auf den Plätzen 28 (Estland), 37 (Slowakei) und 53 (Lettland) rangieren. Der Anteil des Tourismus an der Erwirtschaftung des Gesamtbruttosozialprodukts ist geringer als in den meisten vor ihnen rangierenden Ländern (beispielsweise Slowakei = lediglich 3,1 % Anteil am Gesamtbruttoinlandsprodukt; zum Vergleich Österreich: 18,1%). Auch bei einem Vergleich mit anderen Beitrittsländern liegen unsere Partnerländer nicht an der Spitze.